Landkreis Peine. Wo sollen in den kommenden Jahren neue Radwege entstehen und welche Kreisstraßen müssen erneuert werden? Mit diesen Fragen beschäftigt sich der Peiner Kreistag am Mittwoch, 7. Oktober 2026. Auf der Tagesordnung steht ein überarbeitetes Mehrjahresbauprogramm, das zahlreiche Straßen- und Radwegeprojekte im gesamten Landkreis umfasst. Der Planungshorizont beträgt acht bis zehn Jahre.

Mit der neuen Beschlussvorlage (2026/126) will die Kreisverwaltung das bisherige fünfte Mehrjahresbauprogramm aus dem Jahr 2012 ablösen und die geplanten Maßnahmen mit dem Radverkehrskonzept des Landkreises zusammenführen.

Diese Strecken stehen auf der Liste

Die Verwaltung hat eine aktualisierte Prioritätenliste erarbeitet. Zu den vorgesehenen Investitionsmaßnahmen gehören unter anderem folgende Abschnitte:

  • K 23: Zwischen der B 65 und Schmedenstedt
  • K 23: Zwischen Münstedt und der B 1
  • K 29: Zwischen Gadenstedt und der Lauenthaler Mühle
  • K 35: Zwischen Bierbergen und Hohenhameln
  • K 23: Zwischen der B 1 und Klein Lafferde
  • K 45: Zwischen Lengede und Vallstedt
  • K 14: Zwischen Wipshausen und der B 214
  • K 47: Zwischen Dungelbeck und Woltorf

Weitere Maßnahmen betreffen unter anderem die Ortsdurchfahrten Blumenhagen, Woltwiesche-Ost, Harvesse und Neubrück. Einige Vorhaben befinden sich laut Beschlussvorlage bereits in Planung, während andere noch nicht begonnen wurden.

Auch bestehende Radwege sollen saniert werden

Neben neuen Investitionsmaßnahmen enthält das Programm Vorschläge zur Sanierung vorhandener Infrastruktur. Dazu zählen beispielsweise die Radwege an der K 27 zwischen dem Abzweig Gadenstedt und der B 444 sowie zwischen dem Abzweig Gadenstedt und Ölsburg. Ebenfalls aufgeführt ist der Radweg an der K 53 zwischen Liedingen und Köchingen. Auch die Ortsdurchfahrten Hohenhameln-Nord (K 41) und Wipshausen (K 13) stehen auf der Sanierungsliste. Ein weiteres Projekt ist der geplante Radweg zwischen Bettmar und Sierße an der K 71. Für diesen wird weiterhin ein Baubeginn im Jahr 2026 angestrebt.

Nach welchen Kriterien wird entschieden?

Bei der Bewertung der Maßnahmen berücksichtigt der Landkreis verschiedene verkehrliche Gesichtspunkte. Dazu gehören unter anderem die Verkehrsmenge, der Schwerverkehrsanteil, die Bedeutung einer Strecke als überörtliche Verbindung sowie die Anbindung an den öffentlichen Personennahverkehr. Auch Verbindungen zu Gemeindezentren, beispielsweise wichtige Schulwege, und bestehende regionale Radverkehrskonzepte fließen in die Bewertung ein. Das Ziel ist eine koordinierte Gesamtplanung, mit der Straßenbau und Radverkehr künftig gemeinsam betrachtet werden können.

Entscheidung am 7. Oktober

Ob der aktualisierten Prioritätenliste zugestimmt wird, entscheidet der Kreistag in seiner Sitzung am kommenden Mittwoch. Wichtig ist dabei: Das Mehrjahresbauprogramm stellt eine langfristige Investitionsplanung dar. Die Aufnahme einer Strecke bedeutet nicht automatisch, dass dort kurzfristig die Bagger anrollen. Konkrete Bauzeitpunkte hängen unter anderem vom weiteren Planungsfortschritt und der Umsetzung der einzelnen Maßnahmen ab. Mit dem neuen Programm soll jedoch festgelegt werden, welche Straßen- und Radwegeprojekte den Landkreis Peine in den kommenden acht bis zehn Jahren beschäftigen werden.

Quelle: Landkreis Peine, öffentliche Beschlussvorlage 2026/126 – Überarbeitung und Zusammenlegung des 5. Mehrjahresbauprogramms 2012 und des Radverkehrskonzeptes. Stand: 3. Oktober 2026.